Grundsätzlich schließt die Erteilung einer Vorsorgevollmacht eine gerichtliche Betreuung aus (vgl. auch Az.: XII ZB 481/12). Anders, wenn der Bevollmächtigte ungeeignet ist.


-So der Bundesgerichtshof –


So sollten Sie bei der Gestaltung der Vollmacht und Auswahl des Bevollmächtigten vorsichtig sein!


Das Kriterium der Ungeeignetheit ist nicht nur dann erfüllt, wenn der Bevollmächtigte unredlich ist (vgl. Az.: XII ZB 301/13), d.h. sich bspw. wegen Untreue strafbar gemacht hat, sondern auch dann, wenn er sich nicht durchsetzen kann. In diesem Fall, wird ein gerichtlicher Betreuer eingesetzt.


Was bedeutet das für Sie? Aufgepasst bei Erteilung einer Vorsorgevollmacht! Eine gerichtliche Betreuung lässt sich auch dadurch umgehen, dass bei der Erteilung der Vollmacht ein sogenannter Vorsorgeanwalt eingesetzt werden kann, der bei Bedarf einspringt.


Eine Vorsorgevollmacht wurde bereits erteilt ohne eine solche Einsetzung? Verzagen Sie nicht! Auch jetzt noch können Sie einen Vorsorgeanwalt aufsuchen. Wir beraten Sie gerne!


Tipp: 

  • Vorsorgevollmacht - Aber richtig!
  • Sei clever: Setz einen Vorsorgeanwalt ein


Az.: XII ZB 671/12